Gebrauchtwagen der Marke Peugeot
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Der Wertverlust bei Neuwagen im ersten Jahr ist nicht zuletzt mit einer der Gründe warum immer mehr Menschen vorzugsweise auf einen Gebrauchten zurückgreifen. Bevor der Neue Alte den Eigentümer wechselt, sollte man auf jeden Fall genau begutachten was man sich anschaffen möchte um im Nachhinein Reparaturkosten, die den eigentlichen Wert weit übersteigen, zu vermeiden. Vor Vertragsabschluss ist auch der Besuch in einer Werkstatt in jedem Fall angemessen, da der Laie elektrische oder technische Mängel nicht unbedingt erkennen kann.
Beim Peugeot 206CC (ab 2002) ist die Elektrik eine absolute Schwachstelle. Durchgebrannte Sicherungen oder defekte Relais sind mit am häufigsten bemängelte Tatsachen. Beim Kauf eines 206CC sollte das Klapptop durch wiederholtes Öffnen und Schließen gründlich geprüft werden. Ein schadhafter oder gelöster Mikroschalter bringt bereits den vollständigen Bewegungsablauf durcheinander. Eine Abdichtung des Hydraulikzylinders ist nicht möglich und so kann bei Ölverlust, dessen erster Hinweis der sinkende Ölstand in der Hydraulikeinheit ist, nur die komplette Dachkonsole ersetzt werden. Dies schlägt mit Kosten um die 1000 € zu Buche. Das ablaufende Öl fließt zudem meist in die Regenablaufrinne und zerstört dort die Gummiteile. Der an sich solide Motor des 206CC leidet unter anderem an tickernden Ventilstößen, verursacht durch hineingeratene Luft trotz Ölstand oberhalb der Minimum-Marke, und ist undicht. Als der exorbitanteste Schwachpunkt wird vom TÜV-Süd die Vorderachse des Peugeot 206CC bezeichnet, da hier die Querlenkerbuchsen und die Traggelenke überdurchschnittlich schnell ausschlagen. Besonders gelobt dagegen werden der gute Rostschutz und die stabile Lenkung.
Unübertroffen häufig verzeichnet der TÜV verschlissene Bremsscheiben beim Peugeot 306 (Bj 1993-2001), ab dem fünften Betriebsjahr regressive Wirkung und eine einseitig ziehende Handbremse. Auch werden blockierende Bremsen an den Fahrzeugen beklagt. Häufigste Ursache sind klemmende Radzylinder in den hinteren Trommelbremsen. Bei den Benzinern erlebt man ein reihenweises Versagen der Zündspule mit integrierter Hochspannungsverteilung. Defekte Thermoschalter oder im Spritzwasser vor dem Kühler liegende Lüfter sorgen für Versagen des elektrischen Kühlerlüfters, was zu Überhitzungen führen kann. Besonders betroffen hiervon ist der Turbodiesel mit 90 PS. Als Vorteile werden bei dem 306 das Platzangebot und eine flexible Federung angeführt, welche allerdings durch die Unzuverlässigkeit und die technische Anfälligkeit in den Hintergrund rücken.
Der AUTO-BILD-Experte bewertet den Peugeot 307 als ein exzellentes Familienauto, erst recht in den Kombiversionen SW und Break. Ergänzend führt er an das dieses Fahrzeug jedoch über ein hohes Reparaturrisiko verfügt. Die Vorderachse ist nur der Beginn einer langen Mängelliste, die sich weiter über die Bremsen und den Gelenken bis hin zum überdurchschnittlich schnell rostenden Endschalldämpfer erstreckt. Beim Kauf eines Gebrauchten sollte auch der Antriebsstrang, welcher zu Öl- und Wasserverlust neigt, überprüft werden. Bei Benzinern ist die Zündanlage sehr wasserempfindlich und bei Dieselfahrzeugen der Turbolader drehzahlsensibel. Vor dem Kauf ist es unerlässlich, die Bremsen in Augenschein zu nehmen. Die Bremsscheiben laufen schutzlos in Nässe und Schmutz was Rost und riefen zur Folge hat und damit eine ungenügende oder asymmetrische Bremswirkung.
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